Evangelisch und katholisch – Obersächs.-märkischer Uradel, der mit Ritter Konrad v. Oppen (opin), castellanus (Burggraf) in Belzig (südlich der Stadt Brandenburg im hohen Fläming) am 1.12.1271 urkundlich zuerst erscheint. Damit ist, soweit erkennbar, die Heimat der Oppens bezeichnet, „nach dem Grundsatz, dass eine Familie da zu Hause ist, wo sie zuerst urkundlich auftritt”.
Der Name ist durch die Jahrhunderte fast unverändert geblieben. Im Mittelalter meist mit der unbetonten Endsilbe „in“ als Oppin oder Oppyn, seit 1520 in der heutigen Form.

Die sichere Stammreihe der Familie beginnt mit Ritter Rudolf Oppen, erwähnt 1361, wahrscheinlich Enkel oder Urenkel des vorgenannten Konrad. Wiederum sein Urenkel Matthias (1453 urkdl. bis um 1490) war der Stammvater aller heute lebenden Oppens. Nach der älteren, von Mülverstedt erstellten Familiengeschichte (1893 ff.) kann man von Rudolf bis zu den jüngsten heute lebenden Namensträgern achtzehn Generationen in sechs Jahrhunderten zählen. Georg Oppen-Kossenblatt, kurfürstlich-brandenburgischer Kammerherr (1548-1609), mit seiner Familie auf dem berühmten Stifterbild abgebildet, (heute ausgestellt im Haus der Brandenburgisch-preußischen Geschichte im „Kutschstall” zu Potsdam) ist beispielsweise 7-facher Urgroßvater des langjährigen Familienverbandsvorsitzenden Karl Oppen-Altfriedland.

Von dem sächsischen Amt Belzig und der brandenburgischen Zauche aus verbreitete sich die Familie im übrigen Sachsen und Brandenburg, noch im Mittelalter auch in Anhalt. Im 16. u. 17. Jahrhundert dann in Ostpreußen und auch in Schlesien und Holstein.

Stifterbild des Georg von Oppen und seiner Familie (um 1600) aus der Dorfkirche in Kossenblatt (Bildbeschreibung)

Heute leben Familienzweige außerdem in Australien, Namibia (Deutsch-Südwest), Argentinien, USA und Kanada.

Die Familie ist in einem Verband organisiert, der die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (e.V.) hat. Das Familienleben erreicht alle zwei Jahre einen Höhepunkt durch den Familientag, an dem regelmäßig  Familienmitglieder aus dem In-und Ausland erscheinen.

Familienwappen

Der Wappenschild ist seit dem 14. Jahrhundert auf Siegeln überliefert. Er ist vielleicht entstanden aus einer Verstärkung des Kampfschildes durch schräg aufgelegte Metallstreifen und einer rosettenförmigen Verzierung des Schildbuckels. Die Helmzier erscheint in voller Ausbildung zum ersten Mal im 16. Jh. Die Entstehung ist ungeklärt.
Da aber der Fläming – wie der Name sagt – von Einwanderern aus Flandern besiedelt wurde, ergibt sich zumindest, dass der so genannte blaue Spitzhut mit grosser Wahrscheinlichkeit der „flandrische Spitzhut“ ist.

Das Familienwappen der Oppens lässt sich folgendermassen beschreiben:
In Blau ein mit einer roten Rose belegtes silbernes Schrägkreuz – auf dem Helm mit blau-silbernen Decken ein von einem abwechselnd aus roten und silbernen Rosen bestehenden Kranz umwundener, silbern aufgestülpter blauer Spitzhut, der mit drei natürlichen Pfauenfedern, vor denen ein aufwärts gekehrter silbener Halbmond ruht, besteckt ist.